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Artikel "Rassistische Inobhutnahmen: Und plötzlich ist das Kind weg" von Nina Winter



Im Anschluss an die PANEL-DISKUSSION "Sie haben einfach mein Kind weggenommen", die am 23. März 2023 stattfand, ist eine dringende und notwendige Diskussion über die rassistische Diskriminierung von Müttern mit Migrationshintergrund, die zum Verlust ihrer Kinder geführt hat, ans Licht gekommen.


Deshalb möchten wir mit Ihnen den Artikel teilen, den Nina Winter nach der Teilnahme an der Panel-Diskussion für die Online- und Printzeitung ND geschrieben hat.




Rassistische Inobhutnahmen: Und plötzlich ist das Kind weg


Migrantische, nicht-weiße Mütter beklagen in Berlin vorschnelle Inobhutnahmen durch rassistische Jugendämter und Gerichte


Nina Winter


Juliette (re.) kämpft um ihr Kind. Vor zwei Jahren brachte das Jugendamt ihren Sohn ohne ihr Wissen in ein Kinderheim.

Foto: Nina Winter



Der Ladenraum in der Choriner Straße in Prenzlauer Berg ist hell erleuchtet. Bei einer Veranstaltung vergangene Woche mit dem Titel »Sie haben einfach mein Kind weggenommen« geht es dort um rassistisches Behördenhandeln bei Inobhutnahmen von Kindern. Denn obwohl das Jugendamt eigentlich nur im schlimmsten Falle Kinder aus ihren Familien holt, berichten von Rassismus betroffene Mütter immer wieder von plötzlichen Inobhutnahmen mit fadenscheinigen Begründungen.


Der kleine Konferenzraum im Keller füllt sich, alle 30 Stühle sind besetzt. Die Nachrückenden nehmen im hinteren Teil auf der offenen Treppe Platz, zwischen den Reihen spielen Kinder. Niki Drakos, Mitarbeiterin der Berliner Frauenkreise, einer feministisch und intersektional ausgerichteten Initiative zur Beratung von Frauen, moderiert und stellt die vier geladenen Podiumsteilnehmerinnen vor: Rechtsanwältin Asha Hedayati vertritt regelmäßig von Inobhutnahmen betroffene Mütter, Kadiatou Diallo wurde im Rahmen ihrer Arbeit als Leiterin von »Space2grow«, einem Projekt der Frauenkreise von und für geflüchtete und migrierte Frauen, auf das Thema aufmerksam. Lea Ulmer von der Initiative »Refugee Rights Movement« aus Karlsruhe begleitet Betroffene, und Juliette ist ebenfalls aus der Nähe von Karlsruhe angereist, um von ihrem Kampf gegen die Inobhutnahme ihres Sohnes zu erzählen.


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