Brave Spaces für die demokratische Teilhabe von Frauen* und Mädchen* mit Migrations- und Fluchterfahrung in Berlin
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- vor 5 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
6. September, 09:30–16:30 Uhr, im Familienzentrum Adalbertstraße, Adalbertstraße 23 b, 10997 Berlin (Ecke Bethaniendamm, siehe unten).

Demokratie lebt von Beteiligung. Dennoch sind viele Menschen, die hier leben, arbeiten und zur Gesellschaft beitragen, weiterhin von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Frauen* und Mädchen* mit Migrations- und Fluchterfahrung, die häufig mit mehrfachen Formen von Diskriminierung konfrontiert sind – darunter Rassismus, geschlechtsspezifische Ungleichheit, rechtliche Hürden und soziale Ausgrenzung.
„Brave Spaces für die demokratische Teilhabe von Frauen und Mädchen mit Migrations- und Fluchterfahrung in Berlin“** möchte Räume schaffen, in denen diese Stimmen nicht nur gehört, sondern als unverzichtbarer Bestandteil einer starken und gerechteren Demokratie anerkannt werden.
Wir verstehen Demokratie als eine alltägliche Praxis: frei von Rassismus und Diskriminierung, frei von Hassrede und getragen von Dialog, Beteiligung, dem Wahlrecht für Migrant*innen und kollektivem Handeln.
Deshalb orientiert sich unsere Veranstaltung am 6. September am Konzept der „Brave Spaces“, das über die Idee sicherer Räume hinausgeht. Wir sprechen von Orten, an denen Teilnehmer*innen offen über schwierige Erfahrungen sprechen, bestehende Machtstrukturen hinterfragen und voneinander lernen können – in einer gleichberechtigten Atmosphäre des Respekts und der gegenseitigen Unterstützung.
Wir wollen insbesondere die Beteiligung von Frauen* und Mädchen* in Berlin stärken. Ihre Erfahrungen mit Migration, Flucht, Resilienz und gemeinschaftlicher Selbstorganisation sind wertvolles Wissen, das demokratische Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann.
Wir wollen über den restriktiven Rahmen hinausdenken, den uns die Migrationsgesetze auferlegen. Denn Demokratie wird nicht allein durch Wahlen oder politische Institutionen getragen. Sie entsteht und wächst dort, wo Menschen zusammenkommen, zuhören, reflektieren, sich organisieren und gemeinsam handeln.
Mit den Brave Spaces wollen wir zu einer inklusiveren, partizipativeren und demokratischeren Gesellschaft beitragen: zu einer Gesellschaft, in der jede Stimme die Möglichkeit hat, unsere gemeinsame Zukunft mitzugestalten.
Wir heißen alle willkommen, die Teil dieses Treffens sind: migrantische Organisationen, Wissenschaftlerinnen, Community-Aktivistinnen, Vertreter*innen von Initiativen und alle Menschen, die sich für Demokratie, Gleichheit und Menschenrechte einsetzen.

Veranstaltung
Wir eröffnen die Veranstaltung mit einem Input von drei Aktivistinnen*. Wir wollen ihre Erfahrungen mit Selbstorganisation kennenlernen und erfahren, wie ihre Arbeit gesellschaftliche Veränderungen bewirkt und die Gesellschaft mitgestaltet.
Anschließend werden wir vier Workshops durchführen. Dort können die Teilnehmer*innen Barrieren für demokratische Teilhabe identifizieren, konkrete politische Empfehlungen entsprechend ihren Wünschen und gesellschaftlichen Visionen entwickeln und reale Möglichkeiten der gesellschaftlichen Beteiligung erkunden – auch dann, wenn kein Wahlrecht besteht.
Zum Abschluss kommen wir zu einem gemeinsamen Plenum zusammen und erarbeiten Materialien, die in der darauffolgenden Woche an das Abgeordnetenhaus von Berlin übergeben werden.
Wir wollen, dass unsere Forderungen gehört und berücksichtigt werden! Wir wollen das Wahlrecht für Migrant*innen – und wir glauben an das Recht auf politische Teilhabe für alle!
Danke an alle, die dieses Treffen möglich machen.
Wir sehen uns am 6. September!

P.S.: Damit möglichst viele Menschen teilnehmen können, bieten wir Kinderbetreuung, Übersetzung, Mittagessen und bei Bedarf Unterstützung bei der Organisation der Anreise an.
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