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The EU is creating the circumstances that force people to move

  • Space2groW
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Sie tun dies nicht aus freier Entscheidung, nicht aus Abenteuerlust und nicht, weil sie sich ein besseres Leben „einfach aussuchen“ möchten. Menschen fliehen, weil sie keine andere Wahl haben.


Sie fliehen vor Kriegen und bewaffneten Konflikten, die ihre Städte und Dörfer zerstören. Sie fliehen vor politischer Verfolgung, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen. Sie fliehen vor geschlechtsspezifischer Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung. Immer häufiger zwingt auch die Klimakrise Menschen dazu, ihre Lebensgrundlagen aufzugeben: Dürren, Überschwemmungen, Ernteausfälle und Umweltzerstörung machen ganze Regionen unbewohnbar. Hinzu kommen Armut und wirtschaftliche Ungleichheit, die Millionen Menschen jede Perspektive auf ein würdevolles Leben nehmen.


Hinter jeder Fluchtgeschichte stehen Ursachen. Flucht geschieht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis von politischen Entscheidungen, globalen Machtverhältnissen und struktureller Ungerechtigkeit. Deshalb dürfen wir nicht nur über Grenzen sprechen, sondern müssen auch über Verantwortung sprechen.


Wir verurteilen die Heuchelei jener Staaten und Regierungen, die Menschen an ihren Grenzen zurückweisen, kriminalisieren oder entrechten, während sie gleichzeitig zu den Ursachen von Flucht und Vertreibung beitragen. Es sind oft dieselben politischen und wirtschaftlichen Akteure, die Kriege unterstützen oder von ihnen profitieren, Waffen exportieren, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen fördern und ein globales Wirtschaftssystem aufrechterhalten, das Hunger, Ungleichheit und Umweltzerstörung produziert.


Wer an den Ursachen von Vertreibung mitwirkt, darf sich nicht als Verteidiger von Menschenrechten präsentieren, während Schutzsuchende an Grenzen sterben oder unter unmenschlichen Bedingungen leben müssen. Wer Menschen vertreibt, kann sich nicht glaubwürdig als Beschützer von Grenzen inszenieren.


Besonders kritisch sehen wir die aktuelle Entwicklung der europäischen Migrations- und Asylpolitik. Das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) wird als Reform dargestellt, bedeutet in der Praxis jedoch vor allem eine weitere Verschärfung der Abschottungspolitik. Anstatt sichere Fluchtwege zu schaffen und internationale Schutzverpflichtungen zu stärken, setzt das System auf Kontrolle, Abschreckung und Ausgrenzung.

Grenzverfahren, haftähnliche Unterbringung von Schutzsuchenden und die zunehmende Auslagerung von Verantwortung an Drittstaaten sind keine humanen Antworten auf globale Fluchtbewegungen. Sie verschärfen das Leid der Betroffenen und gefährden fundamentale Rechte. Menschen, die Schutz suchen, werden dadurch nicht sicherer – sie werden lediglich unsichtbarer gemacht.

Europa darf auf menschliches Leid nicht mit Abschreckung reagieren. Eine Politik, die auf Abschottung basiert, löst keine Krisen. Sie verschiebt sie lediglich auf die Schultern derjenigen, die ohnehin am stärksten betroffen sind. Menschenrechte dürfen nicht abhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder Grenzregimen sein. Sie sind universell und unteilbar.

In der Woche von People in the Move erheben wir deshalb unsere Stimmen für eine Welt, in der Solidarität stärker ist als Ausgrenzung und in der die Würde jedes Menschen respektiert wird.

Wir stehen:

✊ Gegen Krieg, Militarisierung, Vertreibung und geschlechtsspezifische Gewalt.

✊ Für Klimagerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und eine gerechte Verteilung von Ressourcen.

✊ Für den besonderen Schutz von Frauen*, Mädchen, Kindern und Jugendlichen auf der Flucht.

✊ Gegen Rassismus, Diskriminierung, Abschottung und jede Form von Ausgrenzung.

✊ Gegen das GEAS und gegen jede Politik, die Schutzsuchende entrechtet oder kriminalisiert.

✊ Für sichere Fluchtwege, menschenwürdige Aufnahmebedingungen und das Recht auf Asyl.

Niemand verlässt sein Zuhause ohne Grund. Hinter jeder Flucht steht eine Geschichte von Verlust, Mut und Hoffnung. Menschen auf der Flucht brauchen keine Mauern, sondern Schutz. Keine Abschreckung, sondern Solidarität. Keine Ausgrenzung, sondern die Anerkennung ihrer grundlegenden Rechte.

Bewegungsfreiheit, Schutz, Sicherheit und Würde sind keine Privilegien. Sie sind Menschenrechte – für alle Menschen, überall.

 
 
 

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